Bürgerinnenbeteiligung bedeutet, dass Einwohnerinnen (Kinder, Jugendliche, Seniorinnen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Beeinträchtigung, usw.) die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen, Erfahrungen und Hinweise in die Entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock einzubringen.
Dabei geht es nicht nur darum, informiert zu werden, sondern aktiv mitzuwirken und die eigene Perspektive einzubringen. Viele Menschen kennen ihren Stadtteil, ihre Wege, Plätze oder Probleme im Alltag besonders gut. Dieses Wissen ist wertvoll und hilft dabei, Projekte besser zu planen und Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen.
Beteiligung kann ganz unterschiedlich aussehen – zum Beispiel über Workshops, Online-Beteiligungen, Befragungen, Stadtspaziergänge oder öffentliche Veranstaltungen. Ziel ist es, gemeinsam gute Lösungen für Rostock zu entwickeln und kommunale Prozesse transparenter und zugänglicher zu gestalten.
Die Stabsstelle Mitwirkung und Bürgerbeteiligung begleitet und unterstützt Beteiligungsprozesse innerhalb der Stadtverwaltung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Sie sorgt dafür, dass Einwohnerinnen frühzeitig informiert werden und Möglichkeiten erhalten, sich aktiv einzubringen.
Dabei arbeitet die Stabsstelle eng mit den verschiedenen Fachämtern der Stadtverwaltung zusammen – beispielsweise bei Themen wie Stadtentwicklung, Mobilität, Klima, Grünflächen oder Spielplätzen. Sie unterstützt bei der Planung und Durchführung von Beteiligungsverfahren und achtet darauf, dass diese transparent, verständlich und möglichst niedrigschwellig gestaltet werden.
Außerdem informiert die Stabsstelle über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten und steht Bürgerinnen bei Fragen rund um Beteiligung und Mitwirkung als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Die besten Lösungen entstehen oft dann, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Bürgerinnen erleben ihre Stadt jeden Tag und bringen Erfahrungen, Ideen und Hinweise mit, die für Planungen und Entscheidungen wichtig sein können.
Beteiligung hilft dabei, Projekte frühzeitig zu verbessern, Konflikte schneller zu erkennen und Entscheidungen transparenter zu machen. Gleichzeitig stärkt sie den Dialog zwischen Stadtverwaltung, Politik und Einwohnerinnen.
Nicht jede Idee kann am Ende umgesetzt werden. Dennoch ist Beteiligung ein wichtiger Bestandteil einer offenen und modernen Stadtentwicklung. Sie ermöglicht es, Interessen sichtbar zu machen, unterschiedliche Sichtweisen abzuwägen und gemeinsam an der Zukunft Rostocks zu arbeiten.
Für Beteiligung braucht es keine besonderen Vorkenntnisse oder fachliche Expertise. Jede kann mitmachen – denn die eigenen Erfahrungen aus dem Alltag
sind oft besonders wertvoll. Wer in einem Stadtteil lebt, dort unterwegs ist oder bestimmte Orte regelmäßig nutzt, kennt viele Themen und Herausforderungen aus erster Hand.
Je nach Projekt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich einzubringen. Manche Formate richten sich an möglichst viele Menschen, andere gezielt an bestimmte Gruppen oder Anwohnende.
Wichtig ist: Beteiligung lebt von unterschiedlichen Perspektiven. Ob konkrete Idee, Hinweis, Kritik oder persönliche Erfahrung – jede Meinung kann dabei helfen, Projekte besser zu machen.
Die Beiträge und Hinweise aus Beteiligungsverfahren werden dokumentiert, ausgewertet und in die weiteren Planungen einbezogen. Ziel ist es, die Perspektiven und Erfahrungen der Einwohnerinnen bei Entscheidungen mitzudenken.
Dabei ist wichtig zu wissen: Beteiligung bedeutet nicht automatisch, dass jeder Vorschlag vollständig umgesetzt werden kann. Häufig müssen unterschiedliche Interessen, gesetzliche Vorgaben, finanzielle Rahmenbedingungen oder technische Anforderungen berücksichtigt werden.
Die Stadt legt deshalb Wert auf Transparenz. Bürgerinnen sollen nachvollziehen können, welche Ideen aufgenommen wurden, welche Abwägungen stattgefunden haben und warum bestimmte Vorschläge umgesetzt werden können – oder eben nicht.
Beteiligung schafft damit nicht nur die Möglichkeit zur Mitwirkung, sondern auch mehr Verständnis für kommunale Entscheidungsprozesse.
Beteiligung ist besonders sinnvoll bei Projekten, die das Leben der Menschen in Rostock direkt betreffen oder den öffentlichen Raum verändern. Dazu gehören beispielsweise Vorhaben aus den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Klima und Umwelt, Spielplätze, Grünflächen oder die Gestaltung von Straßen und Plätzen.
Vor allem dann, wenn es unterschiedliche Interessen, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten oder Gestaltungsspielräume gibt, kann Beteiligung helfen, gute und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Nicht jedes Vorhaben eignet sich jedoch gleichermaßen für Beteiligung. Manche Entscheidungen sind bereits gesetzlich geregelt oder lassen nur geringe Handlungsspielräume zu. Deshalb wird bei jedem Projekt geprüft, ob und in welcher Form Beteiligung möglich und sinnvoll ist.
Wichtig ist dabei, möglichst frühzeitig in den Austausch zu gehen – denn je früher Beteiligung stattfindet, desto größer sind oft die Möglichkeiten, Ideen und Hinweise noch in die Planung einfließen zu lassen.
In der Verwaltung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock befinden sich derzeit
zahlreiche Fachämter, die von drei Senator*innen betreut werden. Gemeinsam
stellen sie die Weichen für eine erfolgreiche Planung und Durchführung von
Beteiligungsprozessen zu den unterschiedlichsten Themen.
Hier geht es zu den Fachämtern:
Mehr Menschen an demokratischen Prozessen beteiligen: Das war das Anliegen und der Antrieb einer 24-köpfigen Arbeitsgemeinschaft, die 2017 in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zusammengekommen ist. Dem vorausgegangen war eine Initiative für die Implementierung von Bürgerbeteiligung des Netzwerkes RoBin (Rostocker Bürgerinitiativen) und des Agenda 21-Rates, die bei der Stadtverwaltung mündete.
In einem zweijährigen Prozess wurde mit der Erarbeitung des Leitfadens für Bürgerbeteiligung die Grundlage für mehr Mitgestaltung in Rostock geschaffen. Wesentliche Akteure sind dabei der Beirat und die Koordinierungsstelle. Aber auch die Fachämter, die Bürgerschaft und weitere Gremien spielen bei der Mitgestaltenden Bürgerbeteiligung eine große Rolle. Hier zeigen wir Euch, wer alles mitmischt.
Ihr wünscht Euch Beteiligung in Rostock? Hier seid Ihr richtig! Die Koordinierungsstelle plant, organisiert und führt Beteiligungsprozesse in Rostock durch. Eine wichtige Aufgabe ist das Pflegen und Aktualisieren der Vorhabenliste anhand von Rückmeldungen aus den Fachämtern.
Gleichzeitig koordiniert das Team die Anträge der Einwohner, bringt die jeweiligen Akteure zusammen und informiert die Öffentlichkeit über alles, was zu laufenden Beteiligungsverfahren wichtig ist. Außerdem berät die Koordinierungsstelle die zuständigen Mitarbeitenden in der Rostocker Verwaltung zu den Beteiligungsprozessen. Nicht zuletzt ist sie die Geschäftsführung des Beirats für Bürgerbeteiligung.
Die beiden engagierten Gesichter der Bürgerbeteiligung in Rostock sind Cornelia Josephine Ulrich und Sebastian Hampf.
Der unabhängige Beirat für Bürgerbeteiligung bringt vor allem die Perspektive der Einwohner mit ein. Seine Kernaufgabe ist es, Beteiligungsverfahren in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zu fördern, zu begleiten und zu evaluieren. Der Beirat empfiehlt, ob eine Beteiligung zu einem bestimmten Vorhaben stattfinden soll oder nicht.
Je nachdem, wie viele Fraktionen in der Bürgerschaft vertreten sind, kann die Größe des Beirates variieren. Derzeit besteht das Gremium aus 15 Personen, die zu
- Der Beirat für Bürgerbeteiligung ist derzeit ausgesetzt -
In der Bürgerschaft treffen sich die gewählten Stadtvertreter, um wichtige Entscheidungen für unsere Stadt zu treffen. Alle fünf Jahren wird sie neu gewählt, die letzte Wahl fand im Jahr 2019 statt.
Hier findest Du alle vertretenden Fraktionen:
Insgesamt 19 Stadtteilvertretungen – die sogenannten Ortsbeiräte – sind die Kommunalausschüsse in den Ortsteilen. Zwischen neun und 13 Mitgliedern vertreten die Interessen der Menschen in ihren Stadtteilen. In den Ortsbeiräten können themenbezogene Unterausschüsse gebildet werden, an denen alle Bürger teilnehmen können.
Hier geht es zu allen Ortsbeiräte der Stadt:
Neben der Bürgerschaft und den Ortsbeiräten beraten sich auch die Fachausschüsse der Stadt in regelmäßigen Abständen. In Vorbereitung zur Sitzung der Rostocker Bürgerschaft werden Themen wie zum Beispiel Tourismus, Stadtentwicklung, Umwelt oder Kultur fachlich diskutiert und aufbereitet. Hier findest Du eine Übersicht der einzelnen Fachausschüsse:
Innerhalb der Hanse- und Universitätsstadt Rostock treffen sich zudem verschiedene Experten, um sich zu speziellen Themen fachlich zu beraten. Hier eine Übersicht der einzelnen Beiräte sowie ihrer Ansprechpartner.
Deine Beteiligung an der Entwicklung Rostocks ist Gold wert.
Wenn Du Fragen zum Ablauf oder zu den Vorhaben der Stadt hast, melde Dich hier:
STABSSTELLE
MITWIRKUNG UND BÜRGERBETEILIGUNG
Mail:
buerger_innenbeteiligung@rostock.de
Telefon:
0381 381 1435